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14.12.2019 - 14:21
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Fundstücke
Einige interessante Fundstücke aus verschiedenen heimatkundlichen Bereichen sollen kurz vorgestellt werden.
Reisepaß
Reisepass Saalfeld

Reisepaß des Zimmergesellen Heinrich Saalfeld aus Verliehausen von 1850, ausgestellt vom Amt Uslar.
Auf der Rückseite ist amtlich vermerkt, wann er sich in Osnabrück (wo er arbeitete) an- und abgemeldet hat.
Der Reisepaß liegt im Stadtarchiv.

Weihwasserstein der Kirche von Malliehagen
Weihwasserstein der Kirche von Malliehagen

Er war in Dinkelhausen in einer Kellermauer eines Hauses eingemauert worden.

Nach Aufgabe des Ortes Malliehagen – wüstgefallen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts (s.a. SHBl 1/2005, 4/2007) – wurde, wie vielerorts auch bei anderen Ruinen üblich, die aufgegebene Kirche als Steinbruch genutzt.
So ist auch die Altartafel nach Dinkelhausen gelangt, wo sie viele Jahre vor der Kapelle gelegen hat.
Sie wurde später nach Malliehagen zurück gebracht und liegt heute noch in der Umrandung der Kirchenruine (s.a. SHBl 4/2011, S. 2).

Der Weihwasserstein steht in einem Ausstellungsraum im Keller des alten Rathauses.

Grenzstein an der „Schwarzen Erde“.
Grenzstein mit Jagenbezeichung und Wolfsangel

K.-H. Lumma, Schönhagen, fand diesen Grenzstein.
Er steht ca. 300 m südlich der Schutzhütte (wird abgerissen und ersetzt) an der „Schwarzen Erde“, links des Wanderweges, in einem Fichtenbestand, ca. 50 m vor der Wald- Feldkante.

Auf der einen Seite (Forstseite) steht:
220 A - (Jagenbezeichnung)
und das Zeichen der Wolfsangel.

Grenzstein an der „Schwarzen Erde“.
Nummer des Steins und Feldmarksgenossenschaft

Auf der anderen Seite:
M 3 (Nr. des Steines)
F M (Feldmarksgenossenschaft)

Der Stein stammt aus der Zeit um 1851.
Die Absteinung (Steine setzen) erfolgte kurz nach der Revolution von 1848 als die Besitzverhältnisse neu bestimmt wurden.

Uslarer Schloß
Bossenstein

Auch das Uslarer Schloß wurde als Steinbruch benutzt.
Ziegelsteine sieht man noch auf der südlichen Giebelseite der Amtsscheune;
auch einige Gefache des Heimatmuseums waren damit ausgefüllt worden.

Zahlreiche Bossensteine (aufwendig angefertigte Schmucksteine der Schlösser der Weserrenaisance – ca. 1520 bis1620 – mit zahlreichen Kerben).
Gestaltungselemente sind viele schräg verlaufende Kerben auf der Außenfläche, die von einer Schmuckgirlande eingefaßt wird.

Wo kann man im Schloßbereich Bossensteine entdecken?

  • Im Schloßgarten am Rundweg um den Springbrunnen.
  • In der Wand am Tor zum ehemaligen Krankenhaus, vor dem Eingang zum Archiv.
    Dort findet man auch einen Wasserspeicher und einen Stein mit der Jahreszahl der Erbauung des Schlosses.
  • Auf der Südseite der Kirchenmauer, zwischen den beiden Pyramideneichen.
  • An der Ecke der Wand neben der Treppe vom Wasserbecken zum Heimatmuseum.
  • Auf der Außenseite der Mauer, die von dem Tor der Amtsscheune zum linken Pfosten des großen Tores führt.

Verfasser
Heiner Funke

Dieser Artikel stammt von Heinrich (Heiner) Funke - Uslar.

Siehe auch ...
zur Person Heinrich Funke